Wurzelkanalbehandlung · Weißenfels

Wurzelkanalbehandlung in Weißenfels.

Dr. med. dent. M.Sc. Sandro Strößner
Wurzelkanalbehandlung · Weißenfels
51.2017° N · 11.9678° E
MMXXVI · Weißenfels
01 — Fachgesellschaft
Mitglied Deutsche Gesellschaft für Implantologie
02 — Zertifizierung
Leading Implant Center — ausgezeichnetes Zentrum
03 — Erfahrung
Implantologe mit Master of Science, seit 2013
04 — Patientenstimmen
★ 4,9 bei Google · 214 Bewertungen
Haltung
Eine Wurzelkanalbehandlung ist die letzte Chance, einen entzündeten Zahn zu erhalten – früher oft schmerzhaft und langwierig, heute dank moderner Endodontie-Technik schonend, effizient und zahnerhaltend. In unserem...
— Das Zahnkompetenzzentrum Dr. Strößner
01
01 — Diagnostik

Verstehen, bevor wir handeln.

DVT, intraorale Scans, strukturierte Befundung. Der erste Termin ist keine Behandlung — er ist ein Gespräch mit Daten.

Zahnarzt mit Lupenbrille bei der Untersuchung einer Patientin
Still · 3D-Volumentomograph 01 / 03
02 — Planung

Digital geplant, rückwärts gedacht.

Vom finalen Zahnersatz zurück zur OP. Was am Ende stehen soll, bestimmt den ersten Schritt — nicht umgekehrt.

Digital erfasster Kiefer in der CAD-Software am Bildschirm
Still · Backward Planning 02 / 03
03 — Ausführung

Minimalinvasiv, navigiert.

Koordiniert durch ein Team unter einem Dach. Chirurgie, Prothetik, Labor — kein Weitergeben, kein Übersetzungsverlust.

Zahntechnische Arbeit beim Farbabgleich am Farbschlüssel
Still · Chirurgisches Stilleben 03 / 03
01 — Diagnostik
Das Prinzip

Unsere Spezialgebiete — Wurzelkanalbehandlung & mehr.

Die Behandlung erfolgt in der Regel in ein bis zwei Sitzungen, je nach Befund unter Lokalanästhesie oder – auf Wunsch – in Sedierung. Bei sauberer Indikation und moderner Technik bestehen sehr gute Aussichten, den eigenen Zahn dauerhaft zu erhalten.

— horizontal blättern
Aus der Praxis erklärt

Ihre Fragen — von uns beantwortet.

Kurze Videos, in denen unser Team die Fragen beantwortet, die uns am häufigsten gestellt werden. Ohne Fachchinesisch, ohne Verkaufsdruck.

Die Videos geben allgemeine Informationen und ersetzen keine individuelle Beratung oder Untersuchung. Behandlungsverlauf und -ergebnis sind von den persönlichen Voraussetzungen abhängig; eine Erfolgsgarantie besteht in der Medizin nicht. Alle Videos sind untertitelt.

Den eigenen Zahn erhalten

Wurzelkanalbehandlung in Weißenfels – wenn der Zahn von innen erkrankt ist

Ein Zahn besteht nicht nur aus der harten, sichtbaren Krone und der Wurzel. In seinem Inneren verläuft ein feines Hohlraumsystem, das mit lebendem Gewebe gefüllt ist – der sogenannten Pulpa, umgangssprachlich „Zahnnerv“ genannt. Dieses Gewebe enthält Nervenfasern, Blutgefäße und Bindegewebe und versorgt den Zahn während seiner Entwicklung mit Nährstoffen. Solange die Pulpa gesund ist, bemerkt man sie kaum. Dringen jedoch Bakterien bis in dieses geschützte Innere vor – etwa durch eine tiefe Karies, einen Riss im Zahn oder einen Unfall –, kann sich das Gewebe entzünden. Eine solche Entzündung heilt nicht von selbst aus. Sie schreitet in der Regel fort, bis das Pulpagewebe abstirbt und sich die Bakterien über die Wurzelspitze in den umgebenden Kieferknochen ausbreiten.

Genau an diesem Punkt setzt die Endodontie an – das Teilgebiet der Zahnheilkunde, das sich mit dem Inneren des Zahnes und der Behandlung der Wurzelkanäle befasst. Eine Wurzelkanalbehandlung (fachsprachlich endodontische Behandlung) hat ein klares Ziel: das entzündete oder abgestorbene Gewebe vollständig zu entfernen, das Kanalsystem gründlich zu reinigen und anschließend dicht zu verschließen. Auf diese Weise lässt sich häufig ein Zahn erhalten, der noch vor wenigen Jahrzehnten gezogen worden wäre. Der Erhalt des eigenen Zahnes ist dabei kein nostalgisches Anliegen, sondern medizinisch sinnvoll: Kein Zahnersatz – so hochwertig er auch sein mag – kann die Funktion und das Zusammenspiel eines natürlichen, fest im Kiefer verankerten Zahnes vollständig ersetzen.

Im Zahnkompetenzzentrum Dr. med. dent. M.Sc. Sandro Strößner in Weißenfels bildet der Zahnerhalt einen Schwerpunkt der täglichen Arbeit. Die endodontische Behandlung wird hier mit modernen technischen Hilfsmitteln und nach einem strukturierten, nachvollziehbaren Vorgehen durchgeführt. Auf dieser Seite erläutern wir ausführlich, wann eine Wurzelkanalbehandlung notwendig wird, wie sie Schritt für Schritt abläuft, welche Rolle Lupenbrille, maschinelle Aufbereitung und elektrometrische Längenmessung dabei spielen und welche Alternativen es gibt. So können Sie die Behandlung gut informiert mitentscheiden.

Wichtig vorab: Die folgenden Informationen ersetzen kein persönliches Beratungsgespräch und keine zahnärztliche Untersuchung. Jeder Zahn, jede Wurzel und jede Krankengeschichte ist individuell. Ob und wie ein bestimmter Zahn behandelt werden kann, lässt sich erst nach einer klinischen Untersuchung und Röntgenaufnahmen beurteilen. Für ein persönliches Gespräch erreichen Sie unsere Praxis in Weißenfels unter der Telefonnummer 03443 / 339 65 54.

Diagnose & Symptome

Woran erkennt man, dass eine Wurzelkanalbehandlung nötig wird?

Eine Erkrankung des Zahnnervs kündigt sich auf sehr unterschiedliche Weise an – manchmal mit heftigen Beschwerden, manchmal beinahe unbemerkt. Das macht die zahnärztliche Diagnostik so wichtig. Beschwerden, die auf eine Entzündung oder ein Absterben der Pulpa hindeuten können, sollten ernst genommen und zeitnah untersucht werden, denn die Ursache verschwindet in aller Regel nicht von allein.

Typische Beschwerden, die abgeklärt werden sollten

  • Anhaltende oder pochende Zahnschmerzen, die ohne erkennbaren äußeren Anlass auftreten – nicht selten verstärkt in den Abend- und Nachtstunden.
  • Eine länger anhaltende, übersteigerte Empfindlichkeit gegenüber Kälte, Wärme oder Süßem, die nach dem Reiz nicht rasch wieder abklingt, sondern nachhält.
  • Schmerzen beim Aufbeißen oder bei Berührung des Zahnes, etwa beim Kauen harter Speisen.
  • Eine Schwellung des Zahnfleisches, der Wange oder ein Druckgefühl im Bereich der Wurzelspitze.
  • Ein „Eiterbläschen“ (Fistel) am Zahnfleisch, aus dem sich gelegentlich Sekret entleert.
  • Eine Verfärbung eines einzelnen Zahnes ins Gräuliche, die auf abgestorbenes Gewebe im Zahninneren hindeuten kann.

Ebenso wichtig ist die Erkenntnis, dass ein erkrankter Zahnnerv nicht zwangsläufig Schmerzen verursacht. Manche Entzündungen verlaufen schleichend und werden erst entdeckt, wenn ohnehin eine Röntgenaufnahme angefertigt wird oder wenn es zu einer akuten Schwellung kommt. Auch ein zunächst sehr starker Schmerz, der plötzlich nachlässt, ist kein verlässliches Zeichen für Besserung – er kann auch bedeuten, dass das Nervgewebe abgestorben ist, während die Entzündung im Knochen weiter fortschreitet.

Wie wir die Diagnose stellen

Eine sichere Diagnose stützt sich nie auf ein einzelnes Symptom, sondern auf die Zusammenschau mehrerer Befunde. In unserer Praxis in Weißenfels beginnen wir mit einem ausführlichen Gespräch über Ihre Beschwerden: Wann treten sie auf, wie fühlen sie sich an, wodurch werden sie ausgelöst oder gelindert? Anschließend folgt die klinische Untersuchung.

  • Sensibilitätsprüfung: Mit einem Kältereiz oder einem schwachen elektrischen Reiz lässt sich prüfen, ob der Zahnnerv noch reagiert.
  • Klopf- und Aufbisstest: Sie geben Hinweise darauf, ob das Gewebe rund um die Wurzelspitze gereizt ist.
  • Röntgendiagnostik: Eine Röntgenaufnahme zeigt die Wurzeln, den Verlauf der Kanäle und mögliche Entzündungsherde am Knochen, die mit bloßem Auge nicht sichtbar sind.
  • Bei komplexen Fällen kann eine dreidimensionale Aufnahme (digitale Volumentomografie, DVT) zusätzliche Informationen über die Anatomie der Wurzeln liefern.

Erst wenn diese Befunde zusammengeführt sind, lässt sich beurteilen, ob eine Wurzelkanalbehandlung der richtige Weg ist – oder ob eine andere Maßnahme sinnvoller erscheint. Diese Diagnostik ist die Grundlage jeder durchdachten Behandlungsentscheidung und nimmt sich entsprechend Zeit.

Ziel der Behandlung

Zahnerhalt als oberstes Ziel der Endodontie

Die zentrale Aufgabe einer Wurzelkanalbehandlung ist es, einen Zahn zu erhalten, der ohne diese Maßnahme verloren ginge. Was zunächst selbstverständlich klingt, hat weitreichende Bedeutung für die Gesundheit des gesamten Kausystems. Jeder natürliche Zahn ist über feine Fasern elastisch im Kieferknochen aufgehängt und vermittelt beim Kauen ein fein abgestimmtes Druckempfinden. Er hält seine Nachbarzähne in Position und sorgt zusammen mit dem Gegenzahn für ein stabiles Bissgefüge.

Geht ein Zahn verloren, beginnt sich dieses Gleichgewicht zu verändern. Nachbarzähne können in die Lücke kippen, der gegenüberliegende Zahn kann sich allmählich aus seiner Position herausbewegen, und der Kieferknochen, der an dieser Stelle nicht mehr belastet wird, baut sich mit der Zeit ab. Das Schließen einer Lücke durch Zahnersatz ist möglich und manchmal unumgänglich – doch jeder erhaltene eigene Zahn erspart diesen Aufwand und bewahrt eine über Jahre gewachsene Funktion.

Warum sich der Erhalt lohnen kann

  • Der natürliche Zahn bleibt fest im Kiefer verankert und über seinen Halteapparat elastisch beweglich.
  • Das natürliche Kau- und Druckempfinden über die Zahnwurzel bleibt erhalten.
  • Nachbarzähne und Gegenzähne behalten ihre Position und ihr Zusammenspiel.
  • Der Kieferknochen im Bereich der Zahnwurzel wird weiterhin belastet und damit erhalten.
  • Ein aufwendigerer Lückenschluss durch Brücke oder Implantat lässt sich häufig vermeiden oder hinauszögern.

Ein wurzelkanalbehandelter Zahn ist allerdings kein „neuer“ Zahn. Er hat sein lebendes Innengewebe verloren und ist dadurch in der Regel spröder als ein vitaler Zahn. Deshalb ist die Versorgung nach der eigentlichen Wurzelfüllung – oft in Form einer stabilisierenden Überkronung – ein wichtiger Teil des Gesamtkonzepts. Endodontie ist nie nur die Behandlung des Kanals, sondern immer auch die Planung dessen, was danach kommt, damit der erhaltene Zahn langfristig belastbar bleibt.

Ob ein Zahn erhaltungswürdig und erhaltungsfähig ist, hängt von vielen Faktoren ab: vom Ausmaß der Zerstörung, vom Zustand des Zahnhalteapparates, von der Anatomie der Wurzeln und vom Allgemeinzustand. In manchen Fällen ist der Erhalt mit verhältnismäßig wenig Aufwand möglich, in anderen ist er aufwendig oder nicht mehr sinnvoll. Diese Abwägung treffen wir gemeinsam mit Ihnen – offen, sachlich und ohne den eigenen Zahn um jeden Preis erhalten zu wollen.

Schritt für Schritt

Der Ablauf einer Wurzelkanalbehandlung

Eine Wurzelkanalbehandlung folgt einem klar strukturierten Vorgehen. Je nach Zahn, Anzahl und Verlauf der Kanäle sowie dem Ausmaß der Entzündung kann sie in einer oder in mehreren Sitzungen erfolgen. Der folgende Überblick zeigt die einzelnen Schritte, wie sie in unserer Praxis in Weißenfels üblicherweise ablaufen:

  1. Betäubung und Schmerzausschaltung: Vor Behandlungsbeginn wird der Zahn örtlich betäubt, sodass die Behandlung in aller Regel ohne Schmerzen verläuft. Erst wenn der Bereich zuverlässig taub ist, beginnen wir mit der eigentlichen Arbeit.
  2. Trockenlegung mit Kofferdam: Über den Zahn wird ein dünnes Spanngummi gelegt, der sogenannte Kofferdam. Er hält den Zahn trocken und sauber und verhindert, dass Speichel mit seinen Bakterien in den geöffneten Kanal gelangt – eine wichtige Voraussetzung für ein sauberes Arbeiten.
  3. Eröffnen des Zahnes: Über die Kaufläche wird ein kleiner Zugang zum Inneren des Zahnes geschaffen, um die Eingänge der Wurzelkanäle freizulegen.
  4. Entfernen des erkrankten Gewebes: Das entzündete oder abgestorbene Pulpagewebe wird aus den Kanälen entfernt.
  5. Längenbestimmung: Mit einer elektrometrischen Längenmessung und – wenn nötig – mit einer Röntgenaufnahme wird die genaue Länge jedes Kanals bis zur Wurzelspitze bestimmt, damit die Aufbereitung exakt dort endet, wo sie soll.
  6. Aufbereitung der Kanäle: Die Wurzelkanäle werden mit feinen Instrumenten – heute meist maschinell mit flexiblen Feilen – erweitert und geformt, sodass sie sich gründlich reinigen und später dicht füllen lassen.
  7. Desinfizierende Spülung: Während und nach der Aufbereitung werden die Kanäle mehrfach mit speziellen Spüllösungen gereinigt, um Bakterien und Gewebereste auch aus feinen Verästelungen zu entfernen.
  8. Gegebenenfalls medikamentöse Einlage: Ist die Entzündung ausgeprägt, kann eine medikamentöse Einlage in den Kanal eingebracht und der Zahn vorübergehend dicht verschlossen werden. Die endgültige Füllung erfolgt dann in einer Folgesitzung.
  9. Wurzelfüllung: Sind die Kanäle sauber und trocken, werden sie mit einem körperverträglichen Füllmaterial – häufig Guttapercha in Verbindung mit einem Versiegelungsmaterial – bis zur Wurzelspitze dicht aufgefüllt, damit keine Bakterien mehr eindringen oder verbleiben können.
  10. Verschluss und Aufbau des Zahnes: Der Zugang wird verschlossen und der Zahn so aufgebaut, dass er wieder belastbar ist. Häufig schließt sich eine stabilisierende Versorgung – etwa eine Krone – an, um den Zahn langfristig zu schützen.

Wie lange eine einzelne Sitzung dauert, hängt stark vom jeweiligen Zahn ab: Ein Schneidezahn mit einem einzigen, geraden Kanal ist meist deutlich rascher versorgt als ein Backenzahn mit drei oder vier stark gekrümmten Kanälen. Wir nehmen uns für jeden Schritt die nötige Zeit, denn die Gründlichkeit der Reinigung und die Dichtigkeit der Füllung sind entscheidend für ein gutes Behandlungsergebnis.

Moderne Endodontie

Technik, die feinste Strukturen sichtbar und behandelbar macht

Die Wurzelkanäle eines Zahnes sind oft nur wenige Zehntelmillimeter weit, verlaufen gekrümmt und verzweigen sich in feine Seitenkanäle. Dieses anspruchsvolle Innenleben mit bloßem Auge vollständig zu erfassen, ist kaum möglich. Moderne endodontische Technik hat in den letzten Jahrzehnten dazu beigetragen, das Arbeiten im Zahninneren präziser, schonender und für Patientinnen und Patienten angenehmer zu gestalten. In unserer Praxis in Weißenfels setzen wir auf ein zeitgemäßes Instrumentarium.

Vergrößerte Sicht: Lupenbrille und Mikroskop

Eine Lupenbrille oder ein Operationsmikroskop vergrößert das Behandlungsfeld um ein Vielfaches und sorgt für eine helle, kontrastreiche Ausleuchtung. So lassen sich Kanaleingänge, feine Strukturen und der Verlauf der Kanäle deutlich besser erkennen als unter normaler Sicht. Das vergrößerte Bild unterstützt ein kontrolliertes, gewebeschonendes Vorgehen.

Maschinelle Aufbereitung mit flexiblen Feilen

Während die Kanäle früher ausschließlich von Hand bearbeitet wurden, kommen heute überwiegend maschinell angetriebene, hochflexible Feilen aus modernen Legierungen zum Einsatz. Sie passen sich dem gekrümmten Kanalverlauf an und formen ihn gleichmäßig. Das Verfahren ist in der Regel schonend und ermöglicht eine reproduzierbare, saubere Aufbereitung auch in anspruchsvoller Anatomie.

Elektrometrische Längenmessung

Die exakte Länge eines Wurzelkanals zu kennen, ist entscheidend: Die Aufbereitung soll bis kurz vor die Wurzelspitze reichen, aber nicht darüber hinaus. Die elektrometrische Längenmessung (Endometrie) bestimmt diese Arbeitslänge über eine feine elektrische Messung direkt am Patienten und ergänzt damit die Information aus der Röntgenaufnahme. Das erlaubt ein präzises Arbeiten und kann die Zahl notwendiger Röntgenaufnahmen verringern.

Sorgfältige Desinfektion

Da sich Bakterien auch in feinsten Verzweigungen halten können, ist die chemische Reinigung der Kanäle mindestens ebenso wichtig wie die mechanische Aufbereitung. Mit aufeinander abgestimmten Spüllösungen werden die Kanäle gründlich gereinigt und desinfiziert. Erst die Kombination aus mechanischer Formung und chemischer Reinigung schafft die Voraussetzung für eine dichte, dauerhafte Wurzelfüllung.

Diese technischen Hilfsmittel sind kein Selbstzweck. Sie dienen einem einzigen Ziel: das Kanalsystem so vollständig wie möglich zu reinigen und dicht zu verschließen, um dem Zahn eine gute Ausgangslage für den Erhalt zu geben. Die Erfahrung und Sorgfalt des Behandlers bleiben dabei der wichtigste Faktor – die Technik unterstützt, ersetzt sie aber nicht.

Erfolgsaussichten & Alternativen

Was Sie realistisch erwarten können – und welche Wege es sonst gibt

Die Wurzelkanalbehandlung ist ein etabliertes Verfahren der Zahnheilkunde, mit dem sich viele Zähne erhalten lassen, die früher hätten gezogen werden müssen. Wie gut die Behandlung verläuft, hängt jedoch von zahlreichen Faktoren ab und lässt sich nicht pauschal vorhersagen. Eine Behandlungsgarantie kann es in der Medizin grundsätzlich nicht geben – das gilt für die Endodontie ebenso wie für andere Eingriffe.

Faktoren, die das Behandlungsergebnis beeinflussen

  • Der Ausgangszustand des Zahnes und das Ausmaß der Entzündung zu Behandlungsbeginn.
  • Die Anatomie der Wurzeln – gerade, gekrümmt, verzweigt oder verkalkt.
  • Wie viel gesunde Zahnsubstanz nach der Behandlung noch vorhanden und stabil aufzubauen ist.
  • Die Qualität der anschließenden Versorgung, etwa durch eine dicht abschließende Krone.
  • Die allgemeine Mundgesundheit und die häusliche Mundpflege sowie regelmäßige Kontrollen.

In manchen Fällen heilt der Entzündungsherd am Knochen nicht vollständig aus oder es treten später erneut Beschwerden auf. Dann kann eine erneute Wurzelkanalbehandlung (Revision) oder ein kleiner chirurgischer Eingriff an der Wurzelspitze in Betracht kommen. Auch darüber klären wir Sie im Vorfeld offen auf, damit Sie die Behandlung mit realistischen Erwartungen beginnen.

Alternative: Zahnentfernung und Ersatz

Nicht jeder Zahn lässt sich erhalten, und nicht in jedem Fall ist der Erhalt der sinnvollste Weg. Ist ein Zahn zu stark zerstört, ist der Zahnhalteapparat dauerhaft geschädigt oder verspricht eine Behandlung keinen verlässlichen Erfolg mehr, kann die Entfernung des Zahnes die ehrlichere Lösung sein. Die entstehende Lücke lässt sich anschließend auf verschiedene Weise versorgen:

  • ein Implantat, also eine künstliche Wurzel im Kieferknochen mit aufgesetzter Krone,
  • eine Brücke, die sich an den Nachbarzähnen abstützt,
  • oder – je nach Situation – eine herausnehmbare Lösung.

Jeder dieser Wege hat eigene Voraussetzungen, Vor- und Nachteile sowie unterschiedliche Kosten und Behandlungszeiten. Welcher Weg im Einzelfall der passende ist, hängt von der konkreten Situation und auch von Ihren persönlichen Wünschen ab. In unserer Praxis in Weißenfels stellen wir Ihnen die in Frage kommenden Möglichkeiten gegenüber, damit Sie eine informierte Entscheidung treffen können – für den Erhalt des eigenen Zahnes oder, wenn dieser nicht mehr aussichtsreich ist, für eine gut geplante Alternative.

Nachsorge & Kosten

Krone, Nachsorge und die Frage nach den Kosten

Mit der Wurzelfüllung ist die Behandlung in vielen Fällen noch nicht abgeschlossen. Ein wurzelkanalbehandelter Zahn hat sein lebendes Innengewebe verloren und ist häufig durch die vorausgegangene Karies oder einen Bruch bereits geschwächt. Damit er den Kaukräften dauerhaft standhält, ist oft eine stabilisierende Versorgung sinnvoll – vor allem bei den stärker belasteten Backenzähnen. Eine Krone umfasst den Zahn und schützt ihn vor dem Zerbrechen.

Nachsorge und Mitarbeit

Nach der Behandlung kann der Zahn für einige Tage druck- oder berührungsempfindlich sein, insbesondere beim Aufbeißen. Das klingt in der Regel ab. Wichtig für den langfristigen Erhalt sind eine sorgfältige häusliche Mundpflege, regelmäßige Kontrolltermine und – je nach Befund – Röntgenkontrollen, mit denen wir die Ausheilung am Knochen über die Zeit beobachten. So lassen sich Veränderungen frühzeitig erkennen.

  • Schonen Sie den behandelten Zahn, solange die Betäubung noch wirkt, und vermeiden Sie zunächst sehr harte Speisen auf dieser Seite.
  • Nehmen Sie die vereinbarten Folge- und Kontrolltermine wahr, damit die Versorgung rechtzeitig abgeschlossen werden kann.
  • Pflegen Sie den Zahn wie Ihre übrigen Zähne sorgfältig mit Zahnbürste und Zahnzwischenraumpflege.
  • Melden Sie sich, wenn nach einigen Tagen weiterhin starke Beschwerden, eine Schwellung oder Fieber auftreten.

Kosten und Kassenleistung

Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Wurzelkanalbehandlung, wenn der Zahn nach den geltenden Richtlinien als erhaltungswürdig eingestuft wird – das ist bei vielen Frontzähnen und Backenzähnen der Fall, bei einzelnen Zähnen weiter hinten im Kiefer gelten jedoch bestimmte Voraussetzungen. Innerhalb dieses Rahmens trägt die Kasse die Kosten der Kassenleistung; ein Eigenanteil entsteht hier in der Regel nicht. Bestimmte zusätzliche Maßnahmen, die über die Kassenleistung hinausgehen – etwa eine besonders aufwendige Aufbereitung oder zusätzliche Diagnostik –, können als private Leistung anfallen. Für die anschließende Krone fällt je nach Material und Versorgung üblicherweise ein Eigenanteil an. Bei privat Versicherten richtet sich die Erstattung nach dem individuellen Tarif. Wir besprechen die für Ihren Fall zu erwartenden Kosten vorab transparent mit Ihnen und erstellen bei wahlweisen oder privaten Leistungen einen schriftlichen Heil- und Kostenplan, den Sie vor der Behandlung in Ruhe prüfen und – wenn gewünscht – bei Ihrer Versicherung einreichen können.

Haben Sie Fragen zu einer möglichen Wurzelkanalbehandlung oder Beschwerden, die abgeklärt werden sollten? Vereinbaren Sie einen Termin in unserer Praxis in Weißenfels. Wir untersuchen Ihren Zahn, besprechen die Befunde verständlich mit Ihnen und zeigen Ihnen die Wege auf, die für den Erhalt Ihres Zahnes in Frage kommen. Sie erreichen das Zahnkompetenzzentrum Dr. med. dent. M.Sc. Sandro Strößner unter der Telefonnummer 03443 / 339 65 54.

Porträt Dr. med. dent. M.Sc. Sandro Strößner
Dr. med. dent. M.Sc. Sandro Strößner

Moderne Endodontie – Zahnerhalt statt Extraktion

Eine Wurzelkanalbehandlung ist die letzte Chance, einen entzündeten Zahn zu erhalten – früher oft schmerzhaft und langwierig, heute dank moderner Endodontie-Technik schonend, effizient und zahnerhaltend. In unserem Zahnkompetenzzentrum in Weißenfels arbeiten wir mit maschineller Nickel-Titan-Aufbereitung, elektronischer Längenmessung und thermoplastischer Wurzelfüllung.

Vor Beginn erstellen wir auf Wunsch ein DVT, um die Anatomie Ihres Wurzelkanalsystems dreidimensional beurteilen zu können. Das ist besonders wichtig bei komplizierten Zahngruppen (obere Molaren mit vier Kanälen, gekrümmte Kanäle, Revisionsfälle), bei denen ein normales Röntgenbild an seine Grenzen stößt.

Dr. med. dent. M.Sc. Sandro Strößner — Weißenfels, MMXXIII
— Praxis-Video · 02:14 Weißenfels / Sachsen-Anhalt
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Stimmen, die geblieben sind.

— Auszüge aus Patientengesprächen
01 — Stimme

Als Kollegin schicke ich komplexe Fälle nach Weißenfels, weil Dr. Strößner da weiterdenkt, wo andere aufhören. Das ist selten geworden. Und es fällt jedem Patienten auf, der dort gewesen ist.

— Dr. med. B. S. · Zuweiserin
02 — Stimme

Ein sehr fachlich kompetenter Zahnarzt, der über eine sehr große Auswahl an Fachwissen verfügt. Für Kinder und behinderte Menschen jeglichen Alters sehr zu empfehlen, da er sehr einfühlsam und verständnisvoll ist. Da ich keine Betäubung nehme, kann ich nur berichten, was meine Freunde erzählen: Er spritzt so gut, dass man es gar nicht spürt. Jeder Schritt wird einem erklärt, sodass gar keine Angst erst entstehen kann. Ich fühle mich sehr gut behandelt.

— Patientin · Patientenbericht 2015
03 — Stimme

Technisch alles auf dem neuesten Stand und fachlich 1a. Hier hat man das Gefühl, in guten Händen zu sein. Gut fand ich auch, dass ich nie lange warten musste.

— Patient · Patientenbericht 2014

Fragen, ruhig beantwortet.

— Vor dem ersten Termin
Die Behandlung wird in aller Regel unter örtlicher Betäubung durchgeführt, sodass der Eingriff selbst normalerweise schmerzfrei verläuft. Erst wenn der Bereich zuverlässig taub ist, beginnen wir mit der Arbeit. In den Tagen danach kann der Zahn vorübergehend druckempfindlich sein, was sich meist von selbst legt.
Mögliche Anzeichen sind anhaltende oder pochende Zahnschmerzen, eine länger nachhallende Empfindlichkeit auf Kälte oder Wärme, Schmerzen beim Aufbeißen, eine Schwellung am Zahnfleisch oder eine Verfärbung eines einzelnen Zahnes. Diese Beschwerden sollten zahnärztlich abgeklärt werden, da sie nicht von allein verschwinden.
Ja. Manche Entzündungen verlaufen schleichend und werden erst bei einer Röntgenuntersuchung oder bei einer akuten Schwellung entdeckt. Auch ein plötzlich nachlassender Schmerz ist kein verlässliches Zeichen für Besserung, sondern kann auf ein Absterben des Nervgewebes hindeuten. Deshalb ist die zahnärztliche Diagnostik so wichtig.
Ein natürlicher Zahn ist fest und elastisch im Kiefer verankert, vermittelt ein feines Kauempfinden und hält Nachbar- und Gegenzähne in Position. Sein Erhalt bewahrt den Kieferknochen vor Abbau und kann einen aufwendigeren Lückenschluss vermeiden oder hinauszögern. Ob der Erhalt im Einzelfall sinnvoll ist, klären wir gemeinsam.
Das hängt vom jeweiligen Zahn ab. Ein Frontzahn mit einem geraden Kanal lässt sich oft in einer Sitzung versorgen, während ein Backenzahn mit mehreren gekrümmten Kanälen oder eine ausgeprägte Entzündung mehrere Termine erfordern kann. Bei stärkerer Entzündung wird häufig eine medikamentöse Einlage eingebracht und die Wurzelfüllung in einer Folgesitzung abgeschlossen.
Der Kofferdam ist ein dünnes Spanngummi, das über den Zahn gelegt wird. Er hält den Zahn während der Behandlung trocken und sauber und verhindert, dass Speichel mit seinen Bakterien in den geöffneten Wurzelkanal gelangt. Das ist eine wichtige Voraussetzung für sauberes, kontrolliertes Arbeiten.
Bei der maschinellen Aufbereitung werden die Wurzelkanäle mit flexiblen, maschinell angetriebenen Feilen geformt, die sich dem gekrümmten Verlauf anpassen. Die elektrometrische Längenmessung bestimmt über eine feine elektrische Messung die genaue Länge jedes Kanals, damit die Aufbereitung exakt vor der Wurzelspitze endet. Beides ermöglicht ein präzises, gewebeschonendes Vorgehen.
Wurzelkanäle sind oft nur Zehntelmillimeter weit und verlaufen verzweigt. Eine Lupenbrille oder ein Mikroskop vergrößert das Behandlungsfeld stark und leuchtet es hell aus, sodass Kanaleingänge und feine Strukturen besser erkennbar sind. Das unterstützt ein kontrolliertes und schonendes Arbeiten.
Nach der Wurzelkanalbehandlung hat der Zahn sein lebendes Innengewebe verloren und ist oft durch die vorausgegangene Karies oder einen Bruch geschwächt. Er wird dadurch spröder und kann unter Kaubelastung leichter brechen. Eine Krone umfasst und stabilisiert den Zahn und schützt ihn vor dem Zerbrechen, vor allem bei den stark belasteten Backenzähnen.
Lässt sich ein Zahn nicht mehr erhalten oder ist der Erhalt nicht aussichtsreich, kann die Entfernung des Zahnes sinnvoll sein. Die Lücke lässt sich anschließend durch ein Implantat, eine Brücke oder eine herausnehmbare Lösung versorgen. Jeder Weg hat eigene Voraussetzungen, Vor- und Nachteile, die wir individuell mit Ihnen besprechen.
Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Wurzelkanalbehandlung, wenn der Zahn nach den geltenden Richtlinien als erhaltungswürdig gilt. Für die Kassenleistung entsteht in diesem Rahmen in der Regel kein Eigenanteil. Zusätzliche, über die Kassenleistung hinausgehende Maßnahmen sowie die anschließende Krone können als private Leistung mit Eigenanteil anfallen. Wir erstellen dafür vorab einen Heil- und Kostenplan.
Sie erreichen das Zahnkompetenzzentrum Dr. med. dent. M.Sc. Sandro Strößner in Weißenfels telefonisch unter 03443 / 339 65 54. Bei akuten, starken Beschwerden oder einer Schwellung sollten Sie sich zeitnah melden, damit wir Ihren Zahn untersuchen und das weitere Vorgehen mit Ihnen besprechen können.
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